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Therapie

Akute Borreliose-Fälle, d.h. direkt nach einem Zeckenstich, sind relativ einfach zu therapieren. Aber auch Spätmanifestationen einer Borreliose-Erkrankungen, d.h. wenn der Zeckenstich nicht bemerkt wurde oder keine ausreichende Therapie erfolgt ist, sind in den meisten Fällen heilbar - wenn auch oft erst über einen Zeitraum von mehreren Monaten. Bei langwierigen Fällen einer chronischen Borreliose kann in vielen Fällen auch nur eine Linderung der Beschwerden erreicht werden.

Hinweis: nachstehend finden Sie weitergehende Ausführungen zur Therapie chronischer Verlaufsformen einer Borreliose-Erkrankung. Durch ein modulares Therapiekonzept sollen über die Erregerbekämpfung hinaus gerade die chronischen Entzündungen reduziert und das Immunsystem insgesamt gestärkt und möglichen Dysbalancen entgegengewirkt werden. Dieses Therapiekonzept kommt in angewandelter Form auch bei den undefinedMulti-System-Erkrankungen – wie z.B. undefinedCMS (chronisches Erschöpfungs-Syndrom), undefinedFibromyalgie (FMS), undefinedMorgellons und anderen Erkrankungen zur Anwendung, bei denen chronische Entzündungsreaktionen und Dysregulationen des Immun-Systems eine Rolle spielen. Wichtig ist u.a. auch die Ausleitung von Giftstoffen und nach Abschluss einer Therapie auch von Antibiotika.

Borreliose-Therapie: Unsere Ärzte legen auf Basis der Diagnostik (umfangreiche Anamnese, körperliche Untersuchung und Laborergebnissen) für jeden Patienten einen individuellen Therapieplan fest. Dieser ist bei chronischen Verlaufsformen (Stadium III - Spätmanifestation) deutlich komplexer und länger als in frühen Stadien einer Borreliose-Erkrankung.

Mit dem Therapieplan werden gerade in Fällen einer chronischen Verlaufsform einer Borreliose im Rahmen des ganzheitlichen Behandlungsansatzes folgende Ziele verfolgt:

  1. Bekämpfung der Erreger (Borrelien, meist persistierende, und evtl. möglicher Co-Erreger wie Chlamydien, Rickettsien, Yersinien, Bartonellen sowie weitere Bakterien und Viren)
  2. Intensive Reduktion der chronischen Entzündungen (im Gewebe und in den Gelenken)
  3. Verbesserung der neurologischen Beschwerden
  4. Gezielte Schmerztherapie
  5. Stärkung des Immunsystems und der Immunabwehr (inkl. Korrektur bestimmter Autoimmunreaktionen)
  6. Stärkung bestimmter Organfunktionen (Leber, Niere, Darm, etc.)

Kernpunkt einer jeden Therapie ist eine ausreichend hoch dosierte Antibiotika-Behandlung (Augsburger Schemen) über mehrere Wochen unter Aufsicht des therapierenden Arztes (meist in Form einer Infusionstherapie). Damit werden die Borrelien im Körper bekämpft und das Immunsystem in ihrer Abwehrarbeit unterstützt. Hinweis: Wir therapieren nach den Leitlinien der ILADS (International Lyme and Associated Diseases Society - www.ilads.org) und stehen damit gerade bei chronischen Borreliosen mit der langen Behandlungszeit (mehrere Monate) und den eingesetzten Antibiotika in einem Disput mit der aktuell als "herrschend" eingestuften Lehrmeinung in Deutschland.

Die Therapie einer chronischen Borreliose allein durch Antibiotika ist nach unserer Erfahrung in den meisten Fällen nicht ausreichend. Zur Erreichung der vorbenannten Ziele sind über Medikamente hinaus flankierende „Begleittherapien“ und eine „Lebensstiländerung“ (inkl. zumutbarer Selbsthilfemaßnahmen) notwendig.

Durch solche „Begleittherapien“ können z.B. folgende Effekte erreicht werden:

  1. Bessere Verträglichkeit und Wirksamkeit der Antibiotika (z.B. durch ausgesuchte Nahrungsergänzungsprodukte)
  2. Stärkung des Immunsystems (ganzheitlich)
  3. Schmerzlinderung (auch bei chronischen Schmerzen)
  4. Ungünstiges „Umfeld“ für eine weitere Borrelien-Vermehrung
  5. Aufspüren „versteckter“ (persistierter) Borrelien im Gewebe
  6. Minderung der Produktion Entzündungsfördernder Stoffe und Regulation des Th1/Th2-Gleichgewichts
  7. Behandlung depressiver Verstimmungen
  8. Unterstützung von Organfunktionen (u.a. Leber und Niere) und Ausleitung von Giftstoffen

Zu den von uns für notwendig erachteten flankierenden „Begleittherapien“ gehören u.a. eine Ernährungsumstellung (basisch und antientzündlich - diverse Phasen), eine Milieukorrektur über „Entsäuerung & Entgiftung“, ausgesuchte Nahrungsergänzungsprodukte, Reha- & Bewegungstherapien, die richtige mentale Einstellung des Patienten und diverse Physio- und Elektrotherapien.